300 Church-Projekt

Titel_1000

Die Kunstschule in der evangelischen Dorfkirche Vluyn
„300 Jahre – 12 Bilder“

Im Jahr 2015 feiert die Kirchengemeinde Vluyn das 300jährige Bestehen der Dorfkirche.

Vor sehr langer Zeit wurde die „Perle am Niederrhein“ im Dorfzentrum Vluyns errichtet und ist von allen Erhebungen der Umgebung aus gut zu sehen. Als das Haus unserer Kunstschule Ende des 19. Jahrhunderts „Im Oberdorf“ in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut wurde, war die Kirche schon 200 Jahre alt. 1715 in der heutigen Gestalt erbaut hat sie viele wilde aber auch friedliche Zeiten erlebt und so wird sie 2015 dreihundert Jahre alt.

Wenn die Kirchengemeinde dies jetzt angemessen feiern will, so sind es immer die vier Künste, die ein solches Jubiläum erst richtig feierlich machen: die Architektur, die Musik, das Wort und das Bild. Da aber die Bildkunst in evangelischen Kirchen von der Wortgewalt der Predigt nicht ablenken soll, ist sie traditionell eher weniger vertreten. Pfarrerin Juliane Kollmann-Rusch hatte im vergangenen Jahr die Idee, dass die Kunstschule, die seit 17 Jahren als Nachbar am Schulplatz beheimatet ist, etwas zur Innenraumgestaltung im Jubiläumsjahr beitragen könnte. Das unterstreicht die Idee einer lebendigen und vielseitigen Gemeinschaft, und wir machten uns dazu einige Gedanken.

Es ist geplant, dass wir 12 Bildgestaltungen unterschiedlichster Art und mit vielfältigen Themen, die mit der Kirche und der Gemeinde zu tun haben, in der Kunstschule anfertigen. Jeden Monat soll dann im Kirchenraum etwas Neues dazukommen. Im Januar begonnen wir mit drei Medaillen, die in den drei Metallfarben die Antoniuskapelle, das Huhn auf dem Kirchdach und das Siegel der Gemeinde zeigen. Diese drei emblematischen Bilder bilden den Einstieg in eine spannende Bilderreise und die Wiederkehr der Bildkunst in die Dorfkirche von Vluyn. 9.12.2014 ­­­© G. Berndt-Bathen, G. Klein

Das halbe Jahr ist um – 6 Preziosen der Kunstschule
zum Jubiläumsjahr der Dorfkirche Vluyn
(Vortrag am 21.6.2015)

Ich begrüße Sie an diesem schönen Ort und an dieser ehrwürdigen Stelle als Botschafter der Kunstschule und als Nachbar der Dorfkirche. Auch bedanken wir uns für die Einladung.
So ein Gebäude hat ja nicht an einem bestimmten Tag Geburtstag, aber trotzdem wünschen wir herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft – und warum sollte nicht der Tag der Sonnenwende heute zum Ehrentag werden.
Fast unauffällig haben wir nun sechs Arbeiten in den Kirchenraum eingebracht, und heute nach dem vergangenen halben Jahr erzähle ich Ihnen etwas über den Sinn und die Abfolge dieser kleinen Kunstwerke. Wir nennen unsere monatlichen Beiträge Preziosen. Das ist die schönere Bezeichnung für ein Kleinod, also eine dezente Kostbarkeit. Wie können denn jetzt solche Kleinigkeiten aussehen, weiß man doch, dass eine evangelische Kirche ganz wunderbar ohne visuellen Schnickschnack auskommt. Einen künstlerischen Beitrag kriegt man da schon problemlos auf die Beine…aber 12 mal – jeden Monat etwas passendes dazu…?

Das geht auch nur dann, wenn der Anlass entsprechend ist, zum Beispiel das 300. Jubiläumsjahr der Errichtung der Dorfkirche, weil sich in so einem Falle die Ideen aus deren Präsenz durch die Zeiten entwickeln lassen.

 

Januar 2015

Die drei Emblemata rechts von der Kanzel sind die ersten Objekte des Jahres. In den olympischen Farben oben der Silbertaler mit der Inschrift „Sanctus Antonii Sacellum“, d.i. „Die Kapelle des heiligen Antonius“. Im Bild eine bescheidene Kapelle und ein Paar in Trachten nach Jacques Callot aus dem 17. Jahrhundert. Die Palmzweigschwinge am unteren Rand schafft die symbolische Verbindung der drei Münzen untereinander, denn die Kirchengemeinde Vluyn hat in ihrem Siegel als Icon die Palme; der Palmzweig ist auch in den beiden Glas-Intarsien der Schwingtür zu sehen.

Die Bronzescheibe in der Mitte zeigt im Bild „Das Huhn auf dem Kirchendach“. Wir benutzen da den passenden Begriff von Pfarrer Jülicher aus seinem gleichnamigen Büchlein. Das Hühnchen ist etwa in Originalgröße wie oben auf dem Dach über uns. Am oberen Rand das Vluyner Wappen und unten wieder eine Palmzweigschwinge. Am linken Rand die lateinische Inschrift „Gallina Fliunniae“ d.i. „Das vluynische Hühnchen“ und am rechten Rand „Henricus Fabricius“. Er war der derjenige, der 1715 die erste Predigt in der neuen Kirche gehalten hatte.

Das goldene Emblem ist nicht zusammengestellt, sondern das originale Siegel der Evangelischen Kirchengemeinde Vluyn. Es ist gewollt, dass es in dieser unteren Position den Presbytern am nahesten steht. Die stilisierte Palme ist Symbol in einer mythischen Geschichte, die in direktem Zusammenhang mit dem lateinischen Epigramm „Nitor In Pondus“ steht, zu dessen Hintergrund wir im Zusammenhang mit dem Kelch noch kommen wollen.

 

Februar 2015

Die Gemeinde ist in jeder Konfession nach dem Bekenntnis das Zweitwichtigste überhaupt, denn sie ist die kleinste, organisierte Einheit, die aus Gleichgesinnten besteht. Das große Aquarell für den Monat Februar zeigt daher in frischen Farben die Vielfalt der Menschen in der Gemeinschaft. Gewissermaßen alle gleich, aber immer auch unterschiedlich und unterschieden.

 

März 2015

Der Kirchenbau ist der Ort, an dem die Gemeinde zusammenkommt. Dies auch aus ganz verschiedenen Gründen: Predigt, Andacht, Abendmahl, Taufe, Hochzeit, Tod – aber auch Musik, Gespräch und Schauen.

In unserem Historienbild haben wir die vergangenen 300 Jahre in Fotomontagen und echten Bildern zitiert und so einige Punkte bearbeitet.

  • Da gibt es ein Bild vom Besuch Luthers vor der Westtür,
  • ein Luftbild mit der eingerüsteten Kirche 1715 kurz vor Fertigstellung des Turms,
  • der Flug von Gründervätern im Ballon über Vluyn auf der Suche nach geeigneten Fabrikgrundstücken,
  • Preußische Offiziere vor der neuen Orgel,
  • ein junges Hochzeitspaar aus Neukirchen-Vluyn vor der Kanzel A.D 2012,
  • Spielleute beim Klompenball auf dem alten Schulplatz,
  • die Bergung des blitzgetroffenen Kirchhahns,
  • ein Bild vom Großen Kurfürsten und Louise Henriette von Oranien vor dem Abendmahlstisch,
  • Amerikanische Soldaten pausieren nach dem Einzug über Neufeld vor dem Portal der Kirche,
  • ein Schnappschuß von Napoleon mit Marengo auf der alten B60,
  • und Doppeldecker über Vluyn 1916.

Das Ganze ist in einem breiten Rahmen zusammengefasst und soll vergangene Zeit zeigen. Auch wenn so einiges nicht stimmt, stattgefunden hat oder technisch gar nicht möglich war, so können wir dies doch in Bildern zusammenbringen und die Zeit sichtbar machen. Ähnlich wie die Spieldokumentationen heutzutage im Fernsehen. Denn es ist ja gerade die Erinnerung und die Form der Sichtbarmachung, die das Vergangene so besonders macht.

 

April 2015

Im April brachten wir die erste plastische Arbeit der Kunstschule in die Dorfkirche. Ein Kelch auf zwei Büchern. Oben ist die Öffnung mit einem Stein verschlossen auf dessen Scheitel ein weißes Lamm kauert.

In dieser Arbeit zeigen wir die Möglichkeiten der Kunst: Symbolik, Historie, Gestaltung und Gegenwartsbezug finden eine bildhauerische Einheit und werden damit wiederum zu einem Symbol innerhalb des Kirchenraumes.

Der Kelch greift vier Belange auf und verbindet sie in seiner Gestaltung:

  • Allen voran die Bedeutung des Gefäßtyps für den Christlichen Glauben – Abendmahl.
  • Dann ist da die Geschichte mit dem Teufel, die das Leitmotto dieser Kirche bildet: Der Teufel legt, aus welchen Gründen auch immer, einen Stein auf eine Palme in einem Palmenhain. Diese wächst dann infolge des Gewichts über die Zeit in die Erde hinein. Ein Sturm verwüstet später den Hain und nur die unterirdische Palme hat sich verzweigt, damit überlebt und ein ganz neues unterirdisches Geflecht gebildet.
  • Zeitgeschichtlich wichtig fanden wir den unerwarteten Angriff auf Satire und Karikatur in Paris am 7. Januar des Jahres und erinnern daran mit den Bleistiften.
  • Schließlich die Farben in der Dorfkirche, die seit der Restaurierung in den Kirchenraum zurückgefunden haben.

Die beiden Bücher bedeuten Bibel und Gesangbuch. Symbole für die Überlieferung, das Wort und den Lobgesang. Darauf erhebt sich die „Palme“. Oben der große, graue Block als ein Konglomerat aus Trümmern und Ruinen. Er ist das symbolische Bild für die Brüchigkeit der Zivilisation schlechthin und lastet auf der Öffnung des Kelchs. Wenn aber die Segnung aus dem Kelch (Abendmahl) verschlossen wird, geht schließlich alles sang- und klanglos unter. Sich dagegen zu wehren! Was passt da besser als das lateinische Motto der Gemeinde: „Nitor In Pondus“ – „Widerstrebe dem Joch“!

Für die welkenden Blätter der Palme haben wir Bleistifte gewählt. Sie sind Symbole der Kreativität und der Bildkunst. Mag sein, dass sie stumpf werden – aber die Wurzel aller Kunst gründet auf Papier (Medium), auf dem Buch (Überlieferung), auf dem Wort (Wissen) und auf dem Bild (Archivierung). Zivilisationen ohne Bildkunst bleiben Zivilisationen. Kulturen dagegen sind in der Lage, mit ihren Werten immer wieder den Erfordernissen der Gegenwart entgegenzutreten und neue Perspektiven in die Zukunft zu entwickeln. Das meint „Je suis Charlie!“ Und die Transparente zeigten in Paris den Bleistift als das Symbol der Widerstandskraft der Kunst gegen die bildlose Barbarei.

Und das Lamm ganz oben drauf symbolisiert zu Ostern den Frieden und die Auferstehung in der Christlichen Tradition!

 

Mai 2015

Die vier kleinen Bilder an der gegenüberliegenden Wand zeigen die Westfassade der Kirche. Das gleiche Motiv ist in vier verschiedenen Farbenklängen gestaltet. Die Ehrwürdigkeit eines Gebäudes kann man neben der Hervorhebung des Ornats und besonderer Architekturelemente mit dem Hinweis auf die Jahreszeiten zeigen.
Denn die Jahreszeiten symbolisieren das Leid und die Freuden des Lebens: Welken und Wachsen, Regen und Sonnenschein, Kälte und Wärme, Dunkelheit und Licht.
Wer das als Mensch bewusst erlebt, beobachtet oder durchdacht hat, ist ein Eingeweihter. Er ist ein Wissender und er erlangt mit jedem bewusst wahrgenommenem, vergangenem Jahr mehr Weisheit und Beständigkeit. Daher ist auch die Westwand des Kirchenschiffes für die vier Bilder besonders geeignet, weil wir Besucher beim Verlassen des Kirchenschiffs noch einmal an die Wogen und Wechsel des Lebens erinnert werden, die da draussen auf uns warten.

 

Juni 2015

Die Gotische Architektur hat die Wand durchbrochen und den Kirchenraum mit Licht durchflutet. Für den Monat Juni haben wir die sechs Fenster jeweils im unteren Bereich mit transparenten, bedruckten Folien bestückt, die von SchülerInnen gestaltet wurden.
Wegen der Gliederung der Bleiglassprossen und der dadurch entstehenden Zerteilung der Scheiben, bot sich hier eine Gestaltung mit höherer Abstraktionsstufe an, um die Möglichkeit des Schmuckcharakters der eigentlich unscheinbaren Bleiverglasung zu zeigen. Auch eine Bildergeschichte war denkbar; diese ist allerdings auch immer mit Bedeutung und Auslegung verbunden.

 

Juli 2015

Der Beitrag für den Beginn der zweiten Jahreshälfte im Juli ist das „Huhn auf dem Kirchendach“ und der „Hahn auf der Kirchturmspitze“ – beide in originaler Größe. Mühsam aus Papier gefertigt und zu Eisen patiniert, fast schwebend in Rahmen mit Glasträgerplatten präsentiert. Weiß man doch was der Hahn symbolisiert – Verkenntnis, Erkenntnis, Bekenntnis -, so gehen da die Meinungen bei der Henne schon weiter auseinander. Ist der Hahn auf der Kirchturmspitze landläufig bekannt – vor allem auf Katholischen Gotteshäusern – so ist uns ein weiterer Fall einer Henne auf dem Kirchendach nicht bekannt. Andererseits ist das Fehlen von Hennen auf Kirchen ebensowenig zu erklären, wie das Fehlen von Pilzen auf barocken Stilleben. Aber in Vluyn haben wir nun mal eine die Küklein beschützende Henne und diese thront frei beweglich auf dem Dach direkt über dem Abendmahlstisch. Nicht nur die Position ist von Bedeutung, sondern auch, dass sie als Kamm eine Krone trägt. Die Herausstellung des Weiblichen und des Königlichen zeugt von der liberalen Einstellung der Kirchengemeinde dieser Zeit.

 

August 2015

Zu einer Kirche gehört die Musik ebenso, wie die Kanzel oder der Abendmahlstisch und das Taufbecken. Weil nun die Orgel in dieser Kirche historisch etwas ganz Besonderes ist, nicht nur toll aussieht, sondern einen famosen Klangkörper besitzt, haben wir die Musik und die Orgel in einer stilisierten Form aufgegriffen. Die Musik gilt als transzendentes Medium, welches das Diesseitige mit einem jenseitigen Höheren verbindet. Nur die menschliche Stimme gilt als noch erhabener als die Musik, spricht sie doch im Gesang direkt zu Gott. Alle Instrumente sind nur Hilfsmittel. Die Orgel aber ist das einzige Instrument, das in der Architektur einer Kirche installiert, also fest eingebaut werden muß. Nur die Orgel gilt als das höchste Instrument im Medium der Musik und in der Zwiesprache mit Gott.
Das schlichte Grau mit den Ornamentzeichnungen, die wir der Kanzel entlehnt haben, stellt die farbliche Bescheidenheit der Orgel im Kirchenraum dar. Das aufstrebende Vertikale der Orgelpfeifen und der mandelförmige Barockspiegel am oberen Ende verbindet das Strenge der mathematischen Struktur mit dem flüchtigen Charakter der Musik. In der Bildenden Kunst kennen wir das Zeitliche Nacheinander und das Räumliche Nebeneinander. Das Nebeneinander sind Bilder, die wir gleichzeitig ansehen können. Sie sind auch dann da, wenn wir ihnen den Rücken zukehren. Der physischen Präsenz steht die Musik als zeitliches Nacheinander gegenüber. Jeder Ton ist für einen nicht näher definierten Moment hörbar und entschwindet dann – wohin auch immer. Der Ton ist physikalisch verschwunden, aber in uns hallt er als Klang weiter. So können wir Menschen ein Musikstück vom Beginn bis zum Ende hören oder singen und sind erfüllt, auch dann, wenn der letzte Ton verklungen ist – Phänomenal! Daher ist die Musik die Höchste der Künste. Wir stellen dieses Phänomenale durch die aufsteigende, lockere Kette der kleinen Putten dar. Der Spiegel trägt den realen Kirchenraum in die Materialcollage hinein und so entsteht ein ästhetischer Übergang zwischen Bildkunst und Kirchenraum.

 

September 2015

Der Monat der Ernte und der Bevorratung für den Winter. Der Monat der vielen Arbeit und die Vorbereitung auf die Nässe und Kälte. Kartoffel-, Karotten- und Kohlrabischalen gelten als Abfall, die bestenfalls auf den Komposter kommen. Aber in diesen Schalen befinden sich wertvolle Vitamine und gespeicherte Energie. Diesen Wert unserer Nahrung verbildlicht diese Naturcollage wie eine Landkarte. Unsere schöne Gegend war bis weit in das 17. Jahrhundert hinein wegen des weitverzweigten Rheinlaufs und des hohen Grundwasserstandes von unzähligen Wasserarmen unterschiedlichster Breite durchzogen. Auch heute noch lassen sich die ehemaligen Flussbetten in der Landschaft um Neukirchen-Vluyn gut erkennen. Dass diese Landschaft fruchtbar wurde, ist der Initiative Louise Henriette von Oranien zu verdanken, deren Standbild vor dem Moerser Schloß steht. Als preußische Herrscherin aus niederländischem Adel setzte sie das Wissen und die Geschicklichkeit ihrer „Brookers“ ein, Wasserbauspezialisten, die das Wasser in den Griff bekommen und mit unzähligen, mühsam gegrabenen Kanälen ableiten konnten. Diese „Brüche“ waren dann für die Landwirtschaft aufbereitet und die Lebensqualität nach dem 30jährigen Krieg stieg am Linken Niederrhein zum Wohle aller Bewohner.

 

Oktober 2015

Am 31. Oktober feiert die Evangelische Gemeinde alljährlich den Reformationstag im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther. Der Portraitkopf besteht aus Ton und ist mit einer Eisenpatina behandelt. Diesen beiden Erdmaterialien und der Holzsockel stellen einen Bezug zur vergangenen Arbeitswelt der Bergleute in unserer Region her. Der Holzsockel steht für die Grubenstreben, ohne die die Bergleute niemals an die Kohle herangekommen wären, um den Wohlstand zu mehren und nachfolgenden Generationen ein Auskommen zu garantieren. Die Kohle brennt den Ton und schmilzt das Eisen. So sehen wir die Gedanken Luthers, welche die religiöse Haltung der Menschen in unserer Region maßgeblich prägen.

 

November 2015

Begegnung ist ein treffendes und passendes Wort für das Willkommenheissen der vielen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Fernen Süden. Begegnen, schenken, zuhören und sich Aufmerksamkeit geben sind Tätigkeiten, die sich auf diesem Graffitibild unserer jungen Erwachsenen wiederfinden. Sie kosten Zeit, aber kein Geld.

 

Dezember 2015

Der Weihnachtsengel verkündet den Hirten die Geburt des Messias. Die Erscheinung des Engels ist für uns in der Verwendung von Glas am geeignetsten darzustellen. Transparente Rundformen, zusammengefasst in der stilisierten Form eines Engels mit einer Posaune, nehmen die Pfeifen der Orgel gegenüber auf. Das Phänomenale der Musik wird hier noch einmal aufgenommen  und das anklingende „Gloria In Excelsis Deo“ in federleichter Erhabenheit zitiert. Die Figur steht auf einem gleichen Postament wie der Porträtkopf Luthers und bedeutet auch hier, dass ein solider Unterbau erst neue Gedanken ermöglicht.

Wir hoffen Ihnen haben diese kurzen Ausführungen gefallen, so dass Sie jetzt mit einem eingeweihten Blick Gefallen an unseren kleinen Preziosen finden, die sie daran erinnern sollen, dass diese Kirche jetzt 300 Jahre alt ist.