Afrika-Geier - 2010, Höhe 178
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Der Geier ist in Afrika die Verbindung von Himmel und Erde.
Der Totengräber ist sich nicht zu schade, die knappen Reste des Kontinents zu verwerten. In seiner Hässlichkeit zeigt er eine große Würde und ist der wirkliche König der kargen Landstriche.
Die Figur ist aus länglichen Formen aufgebaut, die die Farben des Staubs, des Bodens und der Steine tragen. Diese Formen meinen aber auch das Zersplitterte der Knochen und die kaum darstellbaren Farben des Kadavers. Seine Krallen sind noch oben gerichtet und schließen die Plastik auf sich selbst ab, was die Leichtigkeit des Vogels unterstützt. Die unteren Beine sind mit Werkzeugen und Essbesteck bestückt. Hierdurch bleibt kein Zweifel an der Funktion seiner Krallen.
Beide Flügelelemente ergeben eine runde Scheibe, die Mobilität, Schnelligkeit und Kraft symbolisiert, aber auch die Schwere des Tieres am Boden anklingen läßt.
Die Zweiteilung eines Ganzen meint auch immer den Dualismus einer Sache. In diesem Fall das Wechselspiel von Leben und Tod. Der Trichter auf der Spitze der Vogelfigur findet seinen Ausgang im Federtrichter, der den Kopf umschließt.
Damit ist, ähnlich wie bei einem Fleischwolf, das Befüllen und Verarbeiten der Nahrung gemeint.
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