Eulenspiegel - 2008, Höhe 199
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Der Possenreißer Till Eulenspiegel war bekannt für seine Streiche, die er seinen Zeitgenossen spielte.
Immer war dabei auch eine Verulkung von Einfalt und Wichtigtuerei der Stände und Berufe die Quintessenz dieser kurzen Erzählungen. Seine Attribute - Narrenkappe und Marotte – zeichneten ihn gewissermaßen als einen Kritiker seiner Zeit aus.
Die Figur ist beklebt mit den Motiven der Holzschnitte aus dem Buch „Das Narrenschiff“ (1494) von Sebastian Brant. Eine moralsatirische Darstellung von Lächerlichkeiten aller Ämter, Stände und Menschentypen. Es ist eine Reise von 100 Narren auf einem Schiff in die Laster und Sünden der Welt.
Das Ringen um die Vernunft führt zur Figur des „Rattenfängers von Hameln“, der, betrogen durch die Stadtväter, durch die Musikinstrumente zitiert ist.
Wer die Ratten fangen kann, kann auch die Menschen fangen.
Die Käfige an den Seiten und auf dem Rücken der Plastik führen zum Vogelfänger „Papageno“, der sich in seiner Unbedarftheit nach inniger Liebe sehnt.
Sind gefangene Wesen der Preis dessen, was man begehrt? Wissen die Gefangenen, dass sie gefangen sind? Oder sind es die persönlichen Eitelkeiten, die das Leben bedeutsam machen?
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