Goya - 2010, Höhe 160
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Die von Francisco de Goya in Aquatintatechnik angefertigten "Los Caprichos" und "Desastres de la Guerra" zeigen, wie gescheit er sich mit den politischen und sozialen Dilemmas seiner Zeit beschäftigt hat.
Die Radierfolgen zeigen die Folgen und Gräueltaten während der napoleonischen Herrschaft und dem Unabhängigkeitskrieg der spanischen Bevölkerung.
Die Katholische Inquisition hat es in diesen Wirren der Zeit erfolgreich unternommen, die mittelalterliche Verachtung und Quälerei für den Menschen in die Moderne zu retten.
Die Figur ist dunkel gehalten, wie ein unverrückbar schweres Möbelstück angelegt, und meint den verstaubten und muffigen Geist des sich windenden Ancien Régime und Absolutismus in Europa. Der Kopf mit dem Zylinder zitiert das erste Blatt der Caprichos, auf dem sich der stolze Künstler abbildet.
Die Schandtaten der Napoleonischen Besatzer sind ebenso übel wie die Methoden der Inquisition, und so flankieren die Seiten der Figur zwei brachiale Sägen, die dazu dienen können, Menschen oder ihre Gedanken zu zerteilen.
Die Schulterpartie ist angelegt wie ein Schraubstock und erinnert an die Garotte – wie in Capricho No. 34 -, die entweder die Luftröhre abschnürt oder das Genick mit einer Schraube bricht.
Derart bewegungslos gefangen in einer üblen Zeit wird Goya taub, aber er steht geadelt auf dem Roten Gold seiner Radierplatten.
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