Samurai - 2006, Höhe 171 cm
Der mythische japanische Ritter ist ein Topos. Grossartige Geschichten umgeben diesen in Blech, Pappe und Leder bis zur Unkenntlichkeit mit seiner Panzerung verschnürten Krieger.

Ein ganzes Reich gestaltete sich um diese Kaste und ihre quasi-spirituelle Kunst des Kampfes. Das Volk durfte weder Pferde, nicht das Rad, noch scharfe Klingen benutzen - also buckelten sie über Jahrhunderte ihre Reissäcke auf ihren krummen Rücken.

Die Benutzung des Rades war ausschließlich dem Tenno vorbehalten, und aus Angst vor der möglichen Auflehnung des gebeutelten Volkes, waren der arbeitenden Bevölkerung die Stäbchen und der Löffel geblieben.

Die Samurai waren nahezu allesamt Buddhisten!
Nun sollte man annehmen, dass die asiatischen Edelsoldaten hinsichtlich der christlichen und moslemischen Rittern friedliebender waren, denn Buddhas Religion ohne Gott bietet andere Wege als der Glauben des Abendlandes oder des Orients.

Wenngleich die Schwertwaffen in ihrer Form das Symbol des Kreuzes oder des Halbmondes zeigen und damit die Macht durch Gott symbolisieren, so perfektionierten die Samurai ihr Geschäft vom Teezubereiten, über eine Choreographie des Tötens, bis hin zur asketischen Meditation und der fadenscheinigen Verbindung mit dem Buddhistischen Weg.

Diese völlig in sich gekehrte, übersteigerte Oligarchie der Noblen führte zu einem Spagat eines knochenharten Lebens zwischen ritueller Kontemplation und brutaler Aktion in einer gewalttätigen Welt.