Terrakotta - 2006, Höhe 173
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Qín Shĭhuángdì, der erste erhabene Gottkaiser von Qín, ließ ein riesiges Mausoleum in Xi´an für sich errichten!
Eine Armee aus Terrakotta, die seine 7000 Krieger, Pferde und Kampfwagen in Lebensgröße darstellt und in ihrer ursprünglichen Bemalung sowie individuellen Portraitgestaltung, eine unheimliche, merkwürdig lebendige Präsenz bis in unsere Zeiten in sich trägt – so als drohte eine Invasion.
Montesquieu (Vom Geist der Gesetze, XIX. Buch) bemerkte schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, dass die vier sonst getrennten Dinge - Religion, Gesetze, Sitten und Lebensstil - in China zu einer Einheit verschmolzen sind.
Ein solches Konglomerat ist für den Abendländer kaum nachvollziehbar, und der von Riten bestimmte Nationalcharakter der Asiaten bleibt weitgehend schleierhaft.
In eine beleuchtete Vitrine, die den Panzer eines leicht geneigten Soldaten nachstellt, sind übereinander 5 Ebenen mit Kriegern plaziert. Vorne stehen die großen, hinten die kleinen; einige sehen nach vorne, andere nach hinten.
Die Vitrine ist mit Spiegeln ausgestattet, die die kleine Armee der Figuren zu einer unendlichen Menge machen. Still stehen sie da, aber es scheint auch ein Gewimmel zu sein – eine unangenehme Bewegung wie in einem Termitenbau.
Den Muff kann man geradezu durch das Glas riechen. Wie in einem Museum sind sie gefangen in der Zeit. Damals wie heute helfen alle mit, beim Bau des großen Mausoleums.
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