Thor - 2010, Höhe 180
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Der ZORN ist bei dem nordischen Gott Thor besonders ausgeprägt.
Leicht reizbar und schnell grollend, macht er seine Wut durch das Schleudern seines wiederkehrenden Hammers für alle spürbar. Als Drachenbezwinger gegen die Midgardschlange steht er für das ewige Drängnis, die inneren und äußeren Befindlichkeiten zu bekämpfen.
Lebenslustig und trinkfest lässt er sich auf vielerlei Abenteuer ein, die Slapsticknummern gleichkommen und den Donnergott manchesmal der Lächerlichkeit preisgeben. Sein Kraftgürtel gereicht ihm nicht nur zu seinem Vorteil, sondern verhindert hin und wieder auch seine Sensibilität, die zur Lösung einiger Schwierigkeiten unschädlicher wäre.
Durchaus positiv ist der Zorn als zeitweiliges Instrument der Abgrenzung und Selbstbestimmung. Der Zorn als Charakter aber wird zu einem Joch, das man nicht mehr ablegen und die Welt nur noch aus diesem Blickwinkel erfahren kann.
Die Einsamkeit des grollenden Monsters ist in das Bild der gefesselten Frankenstein-Kreatur gegossen. Erschaffen von einem Schöpfer und der Marter der Welt preisgegeben, findet das Geschöpf keinen Respekt und keine Liebe.
Gefesselt brodelt der Zorn und bricht sich Bahn. Der Bär ist das unberechenbarste der Raubtiere, denn er zeigt keine Mimik oder Gestik. Wenn er das Brüllen vernehmen lässt, ist keine Zeit mehr für Interpretationen – dann ist er entfesselt und greift an.
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