Tronje - 2006, Höhe 220
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Der heldenhafte und schauderhafte, einäugige Hagen von Tronje erschlug im Nibelungenepos mit List und Tücke den Helden Siegfried von Xanten.
Die Treue unter König Gunthers burgundischen Kriegern ist sprichwörtlich und hielt bis zum Letzten im Gemetzel an König Etzels Hof.
Die Figur zeigt das „Deutsche“: Fechten, Reiten, Schießen! Fragwürdige Eigenschaften, die ein kriegerisches Volk zusammenschweißen, es aber nicht zu Freunden der Nachbarn macht.
Die „Nibelungentreue“ machte Geschichte im 1. Weltkrieg in der Bindung zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Österreich-Ungarn, im 2. Weltkrieg wandelte sie sich zur Hingabe der Deutschen an den „Führer“. Nach Stalingrad erfuhr Hagen von Tronje in der Germanenpropaganda des Nationalsozialismus seine Apotheose.
In der Camouflage der Wehrmachtspanzer stützt sich die Figur in der Pose eines Kriegerdenkmals auf das Schwert. Das Ritterkreuz auf der Brust und mit deutschem Hirschgeweih als Helmzier, ist er ausgestattet mit Armbrust, Schild, Streitaxt, Morgenstern und Signaltrompete.
Sein Rückenpanzer ist mit Pfennigen bestückt, auf denen das Eichenlaub zu sehen ist. Der Umhang aber, der den Burgundern so edel war, ist in gleicher Tarnung gehalten und umschließt den Großen Hagen von Tronje wie ein Sarkophag.
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