Tuareg - 2007, Höhe 186 cm
Alberto Vázquez-Figueroas Roman „Tuareg“ erzählt die Geschichte eines adeligen Targi, der als Stammeschef ein zugefügtes Unrecht bezüglich einer geschändeten Gastfreundschaft rächen muß.

Dieses stolze, nomadische Berbervolk in Nordafrika verehrt seine Frauen, denen eine außerordentliche Rolle im Lagerleben zukommt, legt den Koran sehr liberal aus und beherbergt das Kreuzzeichen in seinem Kulturgut.

Das trennt die hellhäutigen, zumeist in indigoblaue Kleider gehüllten, feudalen Tuareg von den arabischen Berbern, die auf sie nicht gut zu sprechen sind.

Die Stammesfehden, in der ohnehin schon lebensfeindlichen Umwelt, sind hart und erbarmungslos, drehen sich um Reputation und knappe Ressourcen. Der Kriegerkaste kommt daher die Bestimmung von Paladinen zu.

Wer in der Wüste lebt, muß nehmen, was er bekommt und sich gegen alles wehren, was nach dem Leben trachtet – und das ist wohl alles dort.

Der Targi als Einzelkämpfer, als wandelndes Zelt, der alles mit dabei hat, von der Waffe bis zum Teekessel.

Ein großer Mensch, der sich gegenüber der Natur und den Widersachern in Ehre und Ruhm behauptet, oder ein cleverer Spitzbube, der den Dschinns trotzt, und selbst dort gewinnt, wo die Dämonen den Durst leiden müssen?

„Wind, Sand und Sterne“ schrieb Exupéry. Was müssen diese Menschen ertragen, oder sind sie aus den Sternen in die Wüste gefallen – wie „Der kleine Prinz“?