Xenomorph - 2003/2011, Höhe 170 cm
1979 ist das Jahr, in dem das Böse in die Welt zurückkommt.

In diesem Jahr geschahen in allen Bereichen des Lebens Geschehnisse in solchen Konstellationen, die es so zuvor noch nicht gab. Es schult die historische Wahrnehmung und Anteilnahme an der Welt besonders, wenn man auf dieses Hiatus-Jahr achtet, und bei solcher Gelegenheit darüber nachdenkt, welche Folgen sich daraus für die Gegenwart entwickelt haben.

1979 erschien der Kinofilm „Alien“. Ridley Scott verfilmte eine Idee von Dan O´Bannon, für die H.R.Giger eine extraterrestrische Kreatur entwickelte, deren Design bis heute unnachahmlich ist.

Die Geschichte erzählt die apokalyptische Entwicklung einer Begegnung von Menschen mit einer fremden Lebensform im dunklen Universum. Das Böse in uns bekommt durch den Film eine physische Gestalt und manifestiert sich zu der Summe aller Ängste.

„Fremdgestaltig“ ist auch das unordentliche Gefühl in uns selbst. Zorn, Wut, Neid, Gier und Hass sind ebensolche Monster, wie Traurigkeit, Verzweiflung, Zuneigung und Liebe.

Wenn das Monster böse ist wie ein Tier, ist das in Ordnung, aber wenn es nicht einmal mehr böse wie der Mensch ist, sondern so böse, dass es der Mensch nicht mehr kategorisieren kann; dann ist es das wirkliche Monster in uns selbst und das macht richtig Angst.

Es ist sehr schwer, sich von der Gestaltung Gigers nicht beeinflussen zu lassen. Daher ist die Figur eher so etwas wie ein Kotau.